Stromversorgung in Dresden

Ohne ihn würde keine Straßenbahnen oder Züge fahren und die Menschen im Dunklen sitzen: die Rede ist vom Strom. Die Stromversorgung hat das gesellschaftliche und wirtschaftliche Leben entscheidend verändert. Auch die Dresdner Stromversorgung blickt auf eine jahrzehntelange Geschichte zurück.

Dresdner Stadtwerke größte Stromversorger

In der sächsischen Landeshauptstadt Dresden gibt es eine große Auswahl an Stromanbietern. Mit zirka 286.000 Haushalten, zählt die DREWAG zu den größten Stromanbietern in Dresden. Der Strom fließt über 4.000 Kilometer lange Kabel in die heimische Steckdose. Etwa drei Viertel des Stroms kommt aus dem Gasturbinen-Heizkraftwerk an der Nossener Brücke, aus dem Heizkraftwerk Nord, dem hochmodernen Heizkraftwerk Reick, dem Heizkraftwerk Klotzsche, dem Heizkraftwerk Mickten und den Heizkraftwerken Trachau und Kaditz Kötzschenbroder Straße und Scharfenberger Straße in Dresden. Alle Kraftwerke produzieren den Strom auf der Basis von Erdgas.

Stromquelle: Kraftwerk Mitte

Die Geschichte der Stromversorgung in Dresden reicht bis in das 19. Jahrhundert zurück. Viele Erfindungen und Entdeckungen entstanden im Kraftwerk Mitte im Stadtteil Dresden-Mitte. Dort entstand vor 175 Jahren die erste kommunale Gasanstalt Deutschlands, die vorher noch Westkraftwerk hieß. Jahrelang war das Kraftwerk in Dresden das wichtigste Zentrum, um Strom zu erzeugen. Nach den Plänen des Architekten Paul Wolf entstand zwischen 1926 und 1928 der Bau aus rotem Backstein. Nachdem das Kraftwerk fertig gebaut war, versorgte es bis 1951 Dresden mit Strom. Im Mai 1992 ging das Elektrizitätswerk dann vom Netz.

Geschichte zum Anfassen und Tanzen

Acht Jahre lang suchte die DREWAG nach einer geeigneten Nutzung für das brache Industriegelände. Nach mehreren Hin- und Herübergegangen öffnete im Sommer 2006 das Dresdner-Energiemuseum der DREWAG. Im Museum kann man sich über die Geschichte des Kraftwerks sowie die Strom-, Gas- und Wasserversorgung von Dresden. Der Eintritt ist zu den Öffnungszeiten kostenlos. Auf dem ehemaligen Industriegelände kommen nicht nur Geschichtsinteressierte auf ihre Kosten, auch für junge Menschen ist etwas dabei: Im Dezember 2010 eröffnete auf dem Gelände der Club Kraftwerk Mitte. In den kommenden Jahren sollen auf dem Gelände des ehemaligen Stromversorgers Theaterbauten der Staatsoperette und des Theater der jungen Generation entstehen, die das ehemaligen Kraftwerk in ein neues Kulturzentrum verwandeln sollen.