Ökostrom in Dresden

Die Energieversorgung ist im Wandel. Am 30. Juni 2011 hat der Bundestag den Ausstieg aus der Atomkraft beschlossen. In Zukunft soll Strom aus den Steckdosen kommen, den Wind-, Wasser- oder Solaranlagen produziert haben. Regenerative Energiequellen sollen die umweltschädlichen und gefährlichen Kohle- und Atomkraftwerke ersetzen.

Sonne, Wasser und Wind - unendliche Energiequellen

Weil dieser grüne Strom der Umwelt nicht schadet, nennt man ihn auch "Ökostrom". Ein weiterer Vorteil des grünen Stroms ist, dass im Gegensatz zu Kohle, Öl oder Gas die regenerativen Energiequellen wie Wind und Sonne nicht ausgehen, also unendlich vorhanden sind. Genau deshalb sollen sie in Zukunft die Lampen zum Leuchten bringen. Bis 2050 soll über die Hälfte der Stromversorgung in Deutschland allein von der Windenergie gestemmt werden.

Grüner Strom in Dresden

2012 lag der Anteil erneuerbarer Energien bei der Stromerzeugung bei über 20 Prozent. Auch in Dresden liegt Ökostrom an den Steckdosen an. Das städtische Unternehmen DREWAG bietet neben "normalem gelben" Strom auch Ökostrom an. Auf dem Dresdner Strommarkt konkurriert auch der Anbieter Yello Strom mit einer zu einhundert Prozent ökologische Stromversorgung. Diesen grünen Strom können in Dresden auch gewerbliche Kunden in Anspruch nehmen. Grünen Strom bietet auch Gazprom oder das Familienunternehmen Tchibo an.

Vier Cent zum grünen Gewissen

Damit der Anteil an Ökostrom in Dresden steigt, hat sich die DREWAG mit der "Lokale Agenda 21 für Dresden e.V." zusammengeschlossen. Zusammen werben sie für eine freiwillige Abgabe von 4,20 Cent pro Kilowattstunde, die dem Umwelt- und Klimaschutz von Dresden zu gute kommt. Dabei kann der Kunde selbst entscheiden, wie viele der verbrauchten Kilowattstunden "grün" werden sollen und mit dem Zuschlag verrechnet werden. Es sollten aber mindestens 21 Euro im Jahr sein. Der Erlös fließt direkt in die Förderung von Anlagen, die Strom aus erneuerbaren Energien im Einzugsgebiet der DREWAG gewinnen. Und jeder DREWAG-Kunde kann mitmachen.